Beitragssätze und Steuer

Jobticket steuerfrei

Ab 2019 sind betriebliche Jobtickets (wieder) steuerfrei. Und sie dürfen auch privat genutzt werden. Das gilt jedoch nur, wenn der Arbeitgeber solche Leistungen zusätzlich erbringt (und nicht über Entgeltumwandlung).

03.01.2019
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Das steuerfreie Jobticket wird wieder eingeführt. Wer Anfang der Nullerjahre bereits steuerpflichtig war, wird sich erinnern, dass es damals schon eine ähnliche Regelung gab, die dann jedoch Sparplänen zum Opfer fiel.

Wichtig dabei: Der volle Wert des Jobtickets ist künftig steuerfrei. Eine Begrenzung auf einen Monatsbetrag von 44 Euro gibt es nicht mehr. Begünstigt sind dabei nicht nur Monats- oder Jahrestickets, die die Fahrt zur Arbeit abdecken, sondern generell Tickets „für Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr, die der Arbeitnehmer auf Grund seines Dienstverhältnisses zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn in Anspruch nehmen kann“, also auch für private Fahrten. Das regelt der neue § 3 Nr. 15 Einkommensteuergesetz, der ab 1.1.2019 gilt. Wer mit seinem Arbeitgeber eine Entgeltumwandlung fürs Jobticket vereinbart, kann von der Neuregelung allerdings nicht profitieren. Das Jobticket muss zusätzlich zum Arbeitsentgelt, auf das Anspruch besteht, gewährt werden.

Jobticket kürzt Entfernungspauschale

Arbeitnehmer, die von weit her täglich zu ihrem Arbeitsplatz pendeln, profitieren von der Neuregelung jedoch allenfalls begrenzt. Denn die steuerfreie Leistung fürs Jobticket wird auf den Betrag, der bei der Steuererklärung als Kilometerpauschale absetzbar ist, angerechnet.

E-Bike vom Chef

Wer ein Fahrrad oder E-Bike der Firma auch privat nutzen darf, zahlt auf den geldwerten Vorteil ab 2019 keine Steuern mehr. Die Regelung gilt für Pedelecs (Pedal Electric Cycles), die beim Treten eine Unterstützung bis maximal 25 km/h (plus Toleranz) bieten und deren Motor eine Leistung von bis zu 250 Watt hat (weder Zulassung, noch Helm oder Führerschein erforderlich). Auch hier gilt: Die Firma muss das Rad zusätzlich zum bisherigen Gehalt zur Verfügung stellen. Der Vorteil entfällt, wenn das Rad per Entgeltumwandlung finanziert wird. Dieser geldwerte Vorteil wird übrigens nicht auf die Pendlerpauschale angerechnet.
Quelle: Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften.

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