Tagung zur Chemie-Industrie 4.0

„Viele sind digitalisiert ohne es zu wissen“

Hannover. Die Digitalisierung in der Chemieindustrie ist längst im Gang – und es wird Zeit, die Menschen mitzunehmen: so lässt sich das Ergebnis einer gemeinsamen Tagung des Arbeitgeberverbands Chemie Nord und des IG-BCE-Landesbezirks Nord über das Projekt „Industrie 4.0“ am 16. November in Hannover zusammenfassen. 

Sigrid Thomson

Renate
02.11.2016
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Autonom fahrende Hochregale oder Füllstandsmessungen seien bereits Bestandteile von „Industrie 4.0“, erläuterte Dr. Norbert Malanowski, der das Technologiezentrum des Vereins Deutscher Ingenieure in Düsseldorf berät. „Wir arbeiten mit hochkomplexen Maschinen, die von Spezialisten online betreut werden“, sagte Jork-Wilbrand zur Horst vom Erdölkonzern ExxonMobil in Hannover. „Die können auch in Kuala Lumpur sitzen“. Dass Beschäftigte informiert und ihre Kompetenzen in die Prozesse einbezogen werden, forderte Renate Hold-Yilmaz, Betriebsratsvorsitzende beim Hamburger Kupferhersteller Aurubis. Klaus Bammann, Teamleiter der Betriebstechnik im tesa-Werk Hamburg, war überzeugt, dass man Mitarbeitende für die Digitalisierung begeistern kann: „Wir müssen den Dialog gemeinsam mit dem Betriebsrat beginnen, um den Prozess zu gestalten“, erklärte er. „Viele sind schon digitalisiert, wissen es aber nicht“, sagte der Betriebsratsvorsitzende des tesa-Werks, Thomas Wulff. „Wir wollen ihnen die Ängste nehmen und sie weiter qualifizieren“.

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